Sonntag, 16. Dezember 2018

Gedankenloses Sprachungut



Gedankenloses #Sprachungut findet sich weiterhin in der institutionellen Sprache, z.B. in der Sprache über Menschen mit Einschränkung / Krankheit / Behinderung.

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Eine Organisation, die mit der Betreuung von Menschen mit psychischen Krankheitsbildern befasst ist (es geht um die soziale, psychische und kommunikative "Integration" dieser Menschen - wenn schon nicht "in die Gesellschaft", so immerhin in den "Arbeitsmarkt"), spricht von ihren Klienten und Kundinnen als von "Zuweisungen".

Immerhin lebt die Organisation von diesen "Fällen" und kann aufgrund der Gelder des Sozialministeriums acht Vollzeit-MitarbeiterInnen engagieren. Diesen acht Betreuenden (inclusive der Geschäftsführung) steht die Anzahl von 80 "Zuweisungen" gegenüber.

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Viele Mechanismen der entmenschenden Sprache, wie sie Viktor Klemperer in "LTI" konturiert und exemplifiziert hat, sind auch heute in Gebrauch.

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Freitag, 14. Dezember 2018

Notiz aus dem Korrektorat






#Korrektorat
Das Übel mangelnder Sprachbeherrschung in den #Kulturwissenschaften - speziell unter Historikern: 

Sprachfehler werden zu Sachfehlern. 
Geschichte, Wahrheit, Kritik gehen am modischen #Dummdeutsch zuschande.


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(Mode der Pleonasmen, der überdehnten Zeugmata, manifeste Unkenntnis der Consecutio Temporum und ihrer Formenbildungen, Verwechslung von indirekter Rede und Konjunktiv, restringiertes Sprachniveau selbst bei Universitätsangehörigen.)


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((Bedenklicher noch stimmt - nach 1.500 Seiten Korrektorat von Hardcore-Kulturwissenschaft - der vollkommen unkritische Gebrauch von aktuellen Jargons, die unreflektierte Aufnahme intellektueller Moden, die mangelnde bzw. gar nicht durchgeführte Methodenreflexion bzw. -diskussion.

Und dies gehandhabt von eben jenen Leuten, die in ihrer Forschung das methodische, intellektuelle und institutionelle Self-Streamlining von NS-Parteigängern heute sogenannt "kritisch aufarbeiten".))


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Solche Beobachtungen stimmen mich nachdenklich, denn ich suche stets den Blinden Fleck auch bei mir selbst. Es wird wohl auch Zeit, die strengen Regeln, die ich mir im Zuge meiner Tätigkeit als Literaturkritiker und -Gutachter auferlegt hatte, quasi post rem zu rekapitulieren.

Mich interessiert allein die Diagnostik, deren Bedingungen und deren Bedingtheiten.

Das "Urteilen", das Sich-auf-ein-Podest-Stellen, das Noten-Verteilen, das Besserwissen: Dies Alles interessiert mich seit mehr als 20 Jahren nicht.

Wohl aber interessiert mich, Qualität und Kenntnis aufzuspüren und das Echte im Getöse des Zeitgeistes zu finden und herauszupräparieren.

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Dienstag, 11. Dezember 2018

atmosphere | rainbow & great cormorant

atmosphere   ∇   rainbow & great cormorant | Chris Zintzen | panAm productions



In the rainbow, the blue of the sky changes. The closer you look, the more confusing the refraction of light becomes. 
That does not bother the cormorant: the bird plays with the gusts of the foehn storm.




||| Geoloc 
Donau, Korneuburg 


Aufnahme: 09.12.2018




Montag, 10. Dezember 2018

joy

joy | birds | Chris Zintzen | panAm productions

Double the joyful,
write off the bad.






||| Geoloc
Korneuburg | Donau


Aufnahme 09.12.2018 

Samstag, 8. Dezember 2018

weiter | birds


weiter | birds | Chris Zintzen | panAm productions



Es hängen
Tiere
abstrakt
in der Luft.




||| Geoloc
Wien, Unnamed Road



Aufnahme 07.12.2018

Freitag, 7. Dezember 2018

tree

tree | perspective | Chris Zintzen | panAm productions



für M.



||| Geoloc
Unnamed Road | Danube

Aufnahme 07.12.2018

ice | 01

ice | Chris Zintzen | panAm productions




The element of water in higher order.


||| Geoloc 
Nationalpark Donauauen 


Aufnahme 03.12.2018