Samstag, 9. Dezember 2017

Fotografie | Randzone Wien | Car Wash | 2



Dieses „an die Ränder Gehen“ muss nicht notwendig heißen, Grenzen austesten zu müssen. Im Gegenteil offenbart es die Suchbewegung nach Ruhe, Weite und stillem Epiphanien – Wertigkeiten also, welche dem unendlich geschwätzigen und (sonderbar genug) umkämpften „Zentrum“ ferne liegen.

Exil im Lexik der Fotografie
American Places Vienna





Wer Fantasie und wer interessierte Sinne hat, benötigt Raum. – Geschrei und Gerangel, Markt und Aufmerksamkeitsökonomie bedrängen denjenigen, dem natürliche Quellen unaufhörlich Sensationen zutragen. – Die Wildgänse sind wieder da. Die stetigen Spuren von Nagern im frischen Schnee. Die Hopfenstaude am alten Bahnhof. Das Singen der Hochhausgesimse im Wind. Welche Muster ergeben sie?

Das Car Wash an der Bahnhofsmauer ist ein eigenes Biotop mit einer besonderen Fauna. Selbst, wenn ich dessen Geschichte/n und Gepflogenheiten nicht kenne, so fallen mir die amerikanischen Prototypen entlang der Route 66 ein, wo es Anglerköder gab, die jede Modeschmuck-Kollektion an Farben- und Formenreichtum in den Schatten stellten. 

Die Welt und deren Größe ankern an jedem einzelnen Punkt unserer Lebenswelt. Wir sind so frei, dies wahrzunehmen! 









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